Dienstag, 14. Oktober 2008

Der Sternenhimmel im Oktober 2008


Mitte des Monats bin ich zwar recht spät dran mit dieser "Vorschau", allerdings habe ich mir vorgenommen, wenigstens einmal im Monat zu schaun, welche Himmelsobjekte aktuell besonders gut zu beobachten sind.

Ein Blick auf die Zeiten für den Sonnenaufgang und den Sonnenuntergang zeigt, dass die Tag-und-Nacht-Gleiche bereits vorüber ist und die Nacht bereits länger ist als der Tag. Anfang des Monats ging die Sonne um 7.04 Uhr auf und 18.41 Uhr MESZ unter, Ende des Monats wird dies (unter Berücksichtigung der Umstellung auf MEZ) um 6.54 Uhr bzw. bereits 16.39 Uhr der Fall sein. Die Anzahl der (theoretisch möglichen) Sonnenstunden geht dabei von 11:36 auf 9:45 zurück (alle Werte für Dresden, Quelle).

Am Sonntag, dem 26. Oktober 2008, bitte nicht vergessen, um 3 Uhr MESZ die Uhren auf auf 2 Uhr MEZ zurückzustellen! - Und wehe, ich erwische jemanden, der das bereits am Abend zuvor oder erst am Sonntag morgen macht! *fg*

Die Mondphasen sind in diesem Monat folgende: Erstes Viertel am Tag der Republik äh 7. Oktober, Vollmond am 14. Oktober, Letztes Viertel am 21. Oktober und Neumond am 29. Oktober.

Die Planeten: Die Venus begegnet uns im Oktober als Abendstern und ist als solcher unmittelbar nach Sonnenuntergang tief im Westen bzw. Südwesten zu entdecken. Jupiter ist weiterhin als besonders heller "Stern" recht gut am südlichen Abendhimmel im Sternbild Schütze auszumachen. Allerdings geht er Ende des Monats bereits gegen 21.00 Uhr unter und wird nicht mehr lange so gut zu beobachten sein. Dafür kann am Morgenhimmel der Saturn beobachtet werden. Er befindet sich im Sternbild des Löwen und geht Ende Oktober gegen 2.30 Uhr auf. Merkur ist nach dem 17. Oktober in der Morgendämmerung zu beobachten. Uranus im Wassermann sowie Neptun im Steinbock sind eher als Beobachtungsobjekte für die Inhaber von Fernrohrern interessant. Der Mars ist in diesem Monat nicht zu sehen.

Am Fixsternhimmel hat sich im Vergleich zum September nicht sehr viel geändert, da die Sonne immer früher untergeht und der Zug der Sternbilder nach Westen somit etwas ausgeglichen wird. Am Morgenhimmel sind jedoch zunehmend interessante winterliche Sternbilder wie der Stier und Orion zu beobachten, der Stier mit den offenen Sternhaufen Plejaden und Hyaden und der Orion mit mehreren Nebeln, die bereits mit bloßem Auge als verwaschene Flecken zu erkennen sind.

Als besondere Ereignisse ist in diesem Monat auf zwei Meteorströme hinzuweisen. Bereits zu Anfang Oktober waren die Giacobiniden (auch Draconiden genannt) zu beobachten, die scheinbar aus dem Sternbild des Drachen kommen. Hinsichtlich der Anzahl der Sternschnuppen, die pro Stunde beobachtet werden können, ein sehr varibler Meteorstrom. Vom 2. Oktober bis 7. November mit einem Maximum um den 21. Oktober herum sind die Orioniden zu beobachten, die scheinbar aus dem Sternbild des Orion kommen. Die Anzahl der Meteore, die bei diesem Meteorstrum pro Stunde zu beobachten sind, beträgt theoretisch etwa 20 - allerdings bezieht sich dieser Wert - die Zenithal Hourly Rate - auf eine Beobachtung unter idealen Bedingungen, wobei der Radiant (das Sternbild, aus dem die Meteore scheinbar kommen) im Zenit stehen müsste.

Weitere Informationen:

Oktober 2008
(astronews.com)

Sternenhimmel im Oktober: Strahlender Jupiter
(sueddeutsche.de, mit kleiner Übersichtskarte)

Liste der Meteorströme
(Wikipedia)

Giacobiniden
(Wikipedia)

Orioniden
(Wikipedia)

Zenithal Hourly Rate
(Wikipedia)

Kommentare:

Melody hat gesagt…

Lieber Falk,

das sind wieder höchst interessante Infos für Himmelsbeobachter :) Den Zeitraum um den 21. Oktober hab ich mir gleich mal vorgemerkt.

Nachteilig finde ich natürlich den Rückgang der Sonnenstunden ;) ist doch jedes Jahr dasselbe Elend *gg*

Aber dafür sind die dunklen beobachtungs-geeigneten Phasen länger als im Sommer - wiederum ein Vorteil.

Den Vollmond haben wir auch gesehen .. immer wieder ein beeindruckender Anblick.

Allerdings kann ich nicht behaupten, daß er sich in irgendeiner Form auf mein Schlafverhalten, die Stimmung oder dergleichen auswirkt.

Hier wüßte ich wirklich mal gerne, ob dieser angebliche Einfluß des Vollmondes eigentlich wissenschaftlich nachweisbar ist, oder nur aufgrund von Erfahrungswerten und Überlieferungen besteht.

Liebe Grüße an dich :)
Melody

PsychoBlogger hat gesagt…

@ Melody:

Danke für Deinen Kommentar :-)

Was den Einfluss des Mondes auf das Befinden anbelangt, meine ich gelesen zu haben, dass da nicht allzu viel dran ist. Allerdings hat mich der Vollmond gestern und vorgestern durchaus auch ein bisschen gestört - im Hinblick auf die Beobachtung anderer, weil lichtschwächerer Himmelsobjekte 8)

LG,
Falk