Donnerstag, 4. September 2008

Der Sternenhimmel im September


Die Tage werden kürzer. Damit nehmen allerdings auch die Möglichkeiten zu, sich der Beobachtung des Sternenhimmels zu widmen.

Die Sonne: Zu Anfang des Monats ging die Sonne noch um 6.17 Uhr auf und 19.49 Uhr MESZ unter. Am 30.09. wird dies erst um 7.03 Uhr bzw. bereits um 18.43 Uhr MESZ geschehen. Die Anzahl der möglichen Sonnenstunden geht dabei von 13 h 31 min auf 11 h 40 min zurück (alle Werte für Dresden, Quelle).

Der Mond: Zu Beginn des Monats ist gerade die Neumondphase vorüber. Am Abend des 7. Septembers ist das Erste Viertel erreicht. In den Morgenstunden des 15. Septembers erreicht unser Nachbar von uns aus gesehen die volle Beleuchtung. In den Morgenstunden des 22. Septembers ist das Letzte Viertel erreicht. Am 29. September kommt es dann wieder zum Neumond. Als besonderes Ereignis ist darauf zu verweisen, dass sich am 9. September gegen 22.00 Uhr MESZ Mond und Jupiter scheinbar relativ nahe beieinander im Sternbild des Schützen befinden werden.

Sternbilder und Fixsterne: An Sternbildern sei in diesem Monat v.a. auf den Schützen, der nicht mehr lange am abendlichen Himmel zu beobachten sein wird, sowie auf das Sternbild des Steinbocks - beide am Abend im Süden zu beobachten - verwiesen. Als ein besonderes Himmelsobjekt sei der Sternhaufen M13 im Herkules (aus Sicht der Erde relativ nahe am Band der Milchstraße gelegen) genannt, der im September besonders gut zu beobachten sein soll. Für den "geübten Sterngucker" ist das Objekt als verwaschenes Nebelfleckchen erkennbar, im Teleskop als kugelförmige Ansammlung von schwachen Lichtpünktchen.

Planeten: Der im Schützen befindliche Jupiter ist aktuell besonders gut zu beobachten. Aufgrund seiner Helligkeit sollte er am Abendhimmel nicht zu verfehlen sein. Die Venus erscheint uns dagegen in diesem Monat als (schwacher) Abendstern. Uranus (im Wassermann) und Neptun (im Steinbock) sind leider nur mit dem Fernrohr zu beobachten, wenngleich für uranus besonders gute Beobachtungsbedingungen gelten, da dieser Planet sich am 13. September in Opposition zur Sonne befindet und damit die ganze Nacht über zu beobachten ist. Merkur, Mars und Saturn sind in diesem Monat nicht zu beobachten.

Um den Jupiter einmal genauer unter die Lupe zu nehmen, sollte man dabei unbedingt auch ein Fernglas in die Hand nehmen, welches man günstigerweise auf einem Stativ montiert. Bei guten Augen reicht bereits eines mit zehnfacher, besser ist natürlich eines mit 20facher Vergrößerung. Sofern die Monde des Jupiter sich nicht gerade vor oder hinter dem Planeten befinden, kann man dabei bis zu vier kleine Punkte auf einer Linie um den Planeten herum entdecken: Ganymed, Kallisto, Io und Europa.

Weitere Informationen:

Der Fixsternhimmel im September
(astronews.com)

Sternenhimmel im September: Der Herbst beginnt um 17.44 Uhr
(sueddeutsche.de, mit kleiner Übersichtskarte)

Der Sternenhimmel im September 2008
(athenaeum-stade.de)

Kommentare:

Oceanphoenix hat gesagt…

Hi Falk :)

wieder ein sehr aufschlußreicher Bericht .. ich hoffe, daß der Himmel heute abend mal weniger bewölkt ist und man sich auch den Himmelsbetrachtungen widmen kann.

Den Jupiter hatten wir uns vor dem Urlaub mal mit dem Teleskop vorgenommen. Wirklich faszinierend und sehenswert!

Auch auf die Gefahr hin, Eulen nach Athen zu tragen - kennst du diesen Link:

http://www.heavens-above.com/

Dort kannst du dir einen User-Account für deine location anlegen und bekommst nach dem Anmelden automatisch die Daten für deinen genauen Beobachterpunkt geliefert. (Selbst unser kleines Dorf war bekannt *g*)

Die Seite liefert u.a. auch Angaben darüber, wann du helle Satelliten oder Iridium Flares sehen kannst - und so ein Flare kann bei entsprechender Helligkeit ganz schön beeindruckend sein :)

Weiterhin viel Spass bei den Himmelsbeobachtungen, und ein schönes Wochenende wünscht dir

Ocean :)

PsychoBlogger hat gesagt…

@ Ocean:

Danke für den Hinweis auf die Internetseite, die ich bisher allerdings noch nicht kannte :-)

Dir auch ein schönes Wochenende! ;-)

iggy hat gesagt…

ich muss zu meiner schande gestehen: ich habe noch nie den schützen gesehen. aber vielleicht klappt es ja noch. mit jupiter als hellem 'stern' dürfte er nicht zu verfehlen sein. falls das wetter mitspielt...
lieben gruß v. iggy